Life Update: Ein persönliches Fazit nach 9 Jahren in der Blogger Welt und Influencer Szene

Ihr Lieben, wie lange ist es her, dass ich mich ’so richtig‘ ausführlich, persönlich und von Herzen bei euch gemeldet habe hier auf meinem Blog?!

Bald ist es 9 Jahre her, dass ich diese Webseite ins Leben gerufen habe, damals angefangen als ‚Lebenslauferweiterung‘ um etwas vorzeigen zu können, wenn ich irgendwann mal bei einem großen Verlag als Mode Redakteurin arbeiten würde.. Aber dann kam alles ganz anders!

Wer hätte gedacht, dass ich neun Jahre später davon nicht nur gut leben kann, sondern auch die Möglichkeit bekommen habe, mir meine eigenen Firmen aufzubauen, selber Leute anzustellen und mir einen ‚Namen zu machen‘ als Bloggerin oder heutzutage auch ‚Influencerin‘.

Die Blog Entwicklung: Von unbezahlten undurchdachten Posts zu geplanten profitablen Kooperationen

Als ich angefangen habe mit dem bloggen gab es weder Instagram noch bezahlte Kooperationen, das Influencer Business war nicht mal ein Begriff und es gab nur eine Handvoll von Blogs in Deutschland, die über ihr Leben, ihren Style oder einfach ihre Gedanken geschrieben haben, mit dem Handy in den Spiegel fotografierte Bilder hochgeladen haben oder mit einem Einsteiger Kameramodell Bilder für den Blog gemacht haben. Damals habe ich einfach geschrieben was mir in den Sinn kam, ich habe Bilder gemacht und hochgeladen, die MIR gefallen haben, die ich irgendwie schön, unterhaltsam oder inspirierend fand. Ich habe über mein Leben, mein Studium, meine Outfits, meine Praktika oder Events berichtet und einfach gepostet, was ich gemacht habe. Ohne Filter, ohne langes bearbeiten, ohne tausend Apps und etliche Gedanken, ob ich das posten kann oder nicht.

Heute sieht das anders aus. Mein Blog ist quasi nicht mehr existent, da ich kaum noch poste, denn die Leser und Follower sind nun bei Instagram oder Youtube. Die Firmen zahlen kaum noch für Blogposts, sondern für Instagram Bilder, Stories und das eigene Gesicht. Die Leichtigkeit die auch Instagram einst hatte, als es einfach nur eine Foto-Plattform war, wo man Bilder mit der Öffentlichkeit geteilt hat, mit süßen Herzchen-Rahmen, Vintage Filtern und Spiegel-Selfies. Als nur die wenigsten Instagram privat genutzt haben und die Firmen noch nicht mal eigene Profile hatten, habe ich mir absolut keine Gedanken gemacht, warum ein Spiegel-Selfie ‚unprofessionell‘ oder meine täglichen Rezepte oder mein Essen aus dem Restaurant ’nicht appetitlich genug‘ oder beeindruckend genug aussehen könnten. Am Anfang wusste ich nicht mal, dass mein Instagram Profil öffentlich ist und mir Leute folgen können, ich habe die App einfach für die Filter benutzt. Da hat sich im Endeffekt auch nichts geändert – bekannt ist es immer noch für schöne Filter und tolle Vintage Effekte. Mit dem einzigen Unterschied, dass Instagram nur noch die Plattform, nicht aber die Tools bietet.

Die Entwicklung von Instagram

Es ist nichts neues, man zeigt nur die schönen Seiten des Lebens, macht 300 Bilder und postet das eine, wo man sich schön findet, dünn genug findet, wo die Haare sitzen, das Eis in der Hand zum Outfit passt, das Meer noch türkiser gemacht werden kann mit Bearbeitungs-Apps, wo das Outfit perfekt sitzt und man zeigen kann, wie glücklich man mit seinem Partner, seinen Kindern oder seinem neuen Haus ist.

Ich habe nichts dagegen, dass Instagram das Leben sehr positiv darstellt und dass jeder nur die schönsten Bilder postet ist völlig verständlich, mache ich selber nicht anders. Mittlerweile sage ich auch allen in unseren Blogger Workshop Kursen und Seminaren, dass sie Instagram wie ihren Lebenslauf sehen sollten. Man zeigt was man kann, wofür man steht und wer man ist. Betrunkene Partybilder, verheulte Trennungsbilder? Haben hier nicht wirklich was zu suchen – oder doch?

Das neue Medium: Podcasts und was wir alle von Riccardo Simonetti lernen können

Ich habe in den letzten Wochen einige neue Podcast Folgen aufgenommen, denn das ist tatsächlich eines der Projekte, was ich seit fast 2 Jahren auf meiner ‚To Do‘ Liste stehen hatte, welches ich nun endlich umsetzten konnte. Mein Podcast ‚Die Ehfar Theorie – Everything Happens For A Reason‚ ist nun endlich auf iTunes, Anchor, Spotify und allen möglichen anderen Plattformen kostenlos anzuhören und bereit zum Download. Mein letztes Interview habe ich mit meinem liebsten Freund und Blogger Kollegen Riccardo Simonetti aufgenommen. Wir haben uns vor über 5 Jahren auf einem Blogger Event in München kennen gelernt und sehen uns seitdem immer mal wieder und haben die besten unerwarteten tiefgründigen Unterhaltungen. Ich muss sagen, eine Sache die ich an ihm so unglaublich bewundere ist, wie sehr er ER SELBER geblieben ist und zu sich steht. Er steht zu seiner Vision, seinen (für manche vielleicht überheblichen oder verrückten) Träumen und zu seiner Art. Er verstellt sich nicht, feiert das Leben und scheißt drauf, wenn ihn nicht alle lieben. Falls euch das ganze Interview  und unsere sehr persönliche Unterhaltung iteressiert, könnt ihr es euch hier in voller Länge anhören: Podcast Interview mit Riccardo Simonetti.

Genau das ist mein Problem.

Ich will (noch immer) von allen geliebt werden.

Ich will allen gefallen, was völlig unrealistisch und schlichtweg unmöglich ist. Das weiß ich eigentlich auch und dennoch erwische ich mich immer wieder, viel zu sehr auf Kritik und Feedback zu hören. Was, um ehrlich zu sein, mich aber irgendwo auch ausmacht. Selbst zu meinen Anfangszeiten habe ich so gut wie jeden Kommentar beantwortet, bin auf jede Nachricht eingegangen und habe auf euer Feedback, eure Ideen, Fragen und Vorschläge reagiert. Ich habe zwar schon immer eine sehr starke Meinung zu den meisten Dingen und setzte mich für etwas ein, wenn ich zu 100% an es glaube und lasse mir da auch von niemandem was sagen, aber trotzdem versuche ich immer, es der Mehrheit Recht zu machen.

Mein Durchbruch 2013: Shopping Queen und wie sich alles verändert hat

Dann kam irgendwann die TV Show Shopping Queen und ich habe zum ersten Mal erlebt, wie richtiger online ‚Hate‘ und grundlos böse Kommentare sich anfühlen und dass ich nie jedem gefallen werde und das genau das auch gut so ist. Durch Shopping Queen habe ich innerhalb von einer Woche unglaublich viele neue Follower, Zuschauer, Leser und Leute erreicht. Viele fanden mich ‚interessant, sympathisch und inspirierend‘, aber es gab auch genau so viele die mich als ‚arrogant, verwöhnt und dumm‘ eingestuft haben. Am meisten hat es mich immer gefreut, wenn mir dann irgendwann Leute geschrieben haben:

„Ich folge dir seit Shopping Queen und eigentlich fand ich dich anfangs echt blöd und nervig, aber irgendwie hast du mich trotzdem interessiert und mittlerweile finde ich dich richtig toll und inspirierend was du machst – man merkt echt, dass mehr dahinter steckt als ein paar High Heels und nach Farben sortierte Nagellacke“.

Auch heute freue ich mich extrem über solche Kommentare, da sie irgendwie ein wenig ‚in your face‘, ‚told you so‘ ausstrahlen und natürlich Bestätigung sind. Jemanden von sich selber zu überzeugen, zu zeigen, dass man ‚doch cool‘ oder ‚doch nett‘ oder ‚doch erfolgreich‘ oder ‚doch authentisch‘ ist, ist sicherlich für jeden schön. Und dennoch habe ich gerade im Podcast Gespräch mit Riccardo wieder verstanden, dass es nicht darum geht von jedem gemocht zu werden. Wenn ich ganz ehrlich zu mir bin, wäre ich wahrscheinlich ’nicht da, wo ich jetzt bin‘ bzw. einfach irrelevant und irgendwann in den Tiefen des Internets untergegangen, wenn ich jedem gefallen würde.

Wir kennen alle das Sprichwort ‚Bad PR is Good PR‘, denn manchmal ist es wichtiger relevant und etwas kontrovers oder polarisierend zu sein, als ‚everyone’s (langweiliger) darling‘.

Wenn ich ehrlich bin, mag ich selber viel lieber Leute, die eine eigene Meinung haben, die auch mal zu etwas provokantem und aussergewöhnlichem stehen und dafür Kritik bekommen, als ein graues Mäuschen was zu allem ja und Amen sagt.

Was wir von einer Radio Moderatorin lernen können, die keine Hunde mag

Für eine andere Podcast Folge habe ich die Radio Moderatorin Julia von Energy 97.1 interviewt und auch sie hat mir erzählt, dass ihr ‚Durchbruch‘ kam, nachdem sie eine sehr extreme Aussage in einer Moderation gesagt hat. Sie meinte damals, dass sie keine Hunde mag. Was in Deutschland schon sehr kontrovers ist, da fast alle Leute Hunde mögen und man sofort denkt ‚wie eiskalt, wie kann man denn keine Hunde mögen‘?! Aber genau das hat ihr unglaubliche Aufmerksamkeit gebracht – sicherlich nicht nur positive, aber sie ist im Kopf geblieben:

„Das ist doch die, die keine Hunde mag“.

Gleichzeitig hat sie unglaublich viele richtige ‚Fans‘ dazu gewonnen, da viele es eben auch lieben, wenn man einfach mal ehrlich die Meinung sagt -auch mit dem Wissen, dass das nicht bei jedem gut ankommt.

Social Media bevor es ein Business war und wie es mich verändert hat

Was ich persönlich aus diesen letzten Gesprächen mitgenommen habe ist, dass ich irgendwie wieder zu mir finden muss, was Social Media angeht. Ich habe den Blog gestartet für mich, nicht für andere, dann kamen Outfits dazu, persönliche Geschichten, Tipps, Tricks und meine ‚berühmt berüchtigten‘ Follow Me Around Videos – lang bevor es Snapchat oder Insta-Stories gab.

Manchmal vermisse ich diese Zeit.

Aber dann bin ich auch dankbar, wie sehr ich mich weiter entwickelt habe, wie professionell und qualitativ hochwertig alles geworden ist und bin stolz, dass der Begriff ‚Bloggen‘, ‚Social Media‘ und ‚Influencer‘ selbst meinen Großeltern ein Begriff ist. Wie in fast allen Bereichen kommt mit dem Fortschritt und in der Entwicklung immer auch etwas das einen zurückwirft, ein bitterer Geschmack, der im Mund bleibt.

Social Media Detox: Wie es dazu kam, dass ich zum ersten Mal in 9 Jahren 10 Tage frei genommen habe

Dieser Blogbeitrag geht viel mehr an mich, als euch. Ich musste mich einfach mal wieder hinsetzten und mir Zeit für mich nehmen – für meine Gedanken und meinen Blog. Denn hier darf ich schreiben was ich will, kann hochladen was ich möchte ohne auf einen Algorithmus, Views oder Likes zu achten. Ich bin so zufrieden mit meinem Privatleben was meine Beziehung, meine kleine Familie mit unserem Hund Leo und der neuen Wohnung in Hamburg angeht, aber was das berufliche betrifft, da bin ich gerade etwas verloren. Gestern bin ich über eine sehr interessante Frage diesbezüglich gestoßen:

‚Was und wer bist du ohne deinen Job?‘

Für was stehe ich, was macht mich eigentlich aus und wer bin ich, wenn ich mich nicht über meinen Beruf definiere. Ich weiß noch, wie ich bereits 2012 zu meinem damaligen Freund meinte ‚mein Blog ist mein Baby‘ nachdem er mir die Frage stellte, was ich ohne meinen Blog machen würde und wenn er weg wäre. Heute ist es vielleicht nicht mehr der Blog, sondern eher die Insta Stories bzw. meine komplette Social Media Präsenz.

Mein Beruf ist mein Leben, ich definiere mich durch ihn, bin stolz, ehrgeizig, motiviert, aber auch verunsichert, gestresst und manchmal schlecht gelaunt wegen ihm.

Ist es nicht traurig, dass sich so viele von uns über unseren Job und unsere Arbeit definieren? Oder ist es super und wir sollten stolz auf uns sein, dass wir unsere Arbeit lieben und ihr einen so hohen Stellenwert geben? Lasst es mich gerne wissen in den Kommentaren! Ihr wisst, ich liebe den Austausch und finde es gerade bei diesem Thema so interessant zu hören, wie es euch damit geht. Egal ob selber Blogger, Influencer oder einfach ’nur‘ Konsument.

Ein weiterer interessanter Gedanke kam von meinem Freund Dan (den ich ehrlicherweise direkt übernommen und für eine Podcast Folge geklaut habe):

Wessen Anerkennung suchst du?

Wen willst du beeindrucken? Wen hast du im Kopf, wenn du gewisse Dinge machst, an wen denkst du, wenn du Bilder postest oder gewisse Geschichten erzählst. Sind es deine Eltern, deine Freunde, Bekannte, alte Klassenkameraden, dein ehemaliger Schwarm dem du es ‚beweisen‘ willst, deine Follower, komplett fremde Menschen?

Für jeden fällt diese Antwort anders aus. Selbst bei mir ist es unterschiedlich. In gewissen Bereichen sind es ganz klar meine Eltern, in anderen Dan, in anderen Leute mit denen ich absolut nichts mehr zu tun habe. Und das ist doch das erschreckende!

Ich bin mir sicher, dass jeder von uns irgendwen kennt, den er eigentlich gar nicht so gerne mag, aber trotzdem alles verfolgt oder aber es einem dennoch wichtig ist, was diese Person von einem hält. Aber woher kommt das?

Wieso wollen wir Leuten gefallen, die wir selber nicht mal mögen?

Wieso wollen wir die Anerkennung von Menschen, die keine wichtige Rolle in unserem Leben spielen? Wieso können wir nicht lernen etwas für UNS zu tun und für niemand anderen? Ein wenig gesunder Egosimus..

Ich habe gerade mal etwas recherchiert zum Thema Lob, Anerkennung und Wertschätzung und bin auf einen sehr interessanten Artikel vom Zeit Magazin gestoßen, wo es um das Thema Anerkennung geht:

„Soziale Anerkennung ist ein Grundbedürfnis wie das nach Essen und Trinken, ohne sie kann kein Mensch existieren. Menschen (…) verlieren sich in fremden Ansprüchen, weil sie meinen, nur geliebt zu werden, wenn sie sich anpassen.“

Falls euch das Thema interessiert solltet ihr euch den Artikel ‚Süchtig nach Anerkennung‘ auf jeden Fall durchlesen – ich habe einige neue Dinge gelernt. Auch, wie emotionaler Stress und Burn-Out angeblich entsteht.

Des weiteren geht es viel um das Thema Selbstliebe und sich selber zu akzeptieren:

„Sich selbst anzuerkennen beginnt damit, sich selbst wahrzunehmen (…) viele Menschen mit kleinem Selbstwert hecheln anderen hinterher, um allen alles recht zu machen, und sehen sich selbst dabei nicht mehr.“

Dieses Verhalten kenne ich persönlich auch sehr viel von Freunden von mir und manchmal auch von mir selber, wobei ich behaupten würde, dass die meisten Löwen eher ein gesundes Selbstbewusstsein haben und ein wenig zu Egoismus neigen. Ich möchte es zwar auch oft meinen Followern recht machen, aber in einer Diskussion oder meinem Arbeitsleben bestehe ich auf meine Meinung und bin oft etwas dickköpfig und schaue, was für mich und mein Leben am besten ist.

Warum (gesunder) Egoismus wichtig ist

Als ich Dan Anfang 2016 kennen gelernt habe, hat er einen sehr interessanten Satz zu mir gesagt:

„Sometimes you have to be selfish, in order to be selfless.“

Erst war ich etwas verwundert über diese Aussage und wusste nicht Recht, was er damit meint, aber nachdem er mir seine Theorie erklärt hat, dachte ich mir ‚geil‘, der Typ findet es auch noch gut, wenn ich viel Wert darauf lege wie es MIR geht 🙂 Im Endeffekt geht es darum, dass viele Menschen einem Ideal oder einer Vorstellung hinterherlaufen und es allen anderen Recht machen möchten, dass man dadurch aber oft sich selber verliert und nicht egoistisch genug ist vergessen viele.

Manchmal kann es gut sein, ein wenig auf SICH zu achten, zu schauen was für einen selber das Beste ist. Natürlich sollte man nicht über Leichen gehen oder eiskalt alles immer nur zum eigenen Vorteil entscheiden, aber manchmal ist es gut, wenn man sich erstmal um sich selber kümmert, schaut dass es einem gut geht, man glücklich ist – um sich dann wiederum noch besser um andere kümmern zu können. Was meint ihr?

Im Endeffekt ist jeder für sein eigenes Leben verantwortlich und es liegt in unserer Hand zu entscheiden, wie wir mit Niederschlägen, positiven Ereignissen und emotionalen Themen umgehen.

Wir entscheiden, wie lange wir uns für jemand anderen den Allerwertesten aufreißen, bevor wir merken, dass uns diese Person vielleicht nur ausnutzt oder keinen Mehrwert zurückgeben mag.

Nichtsdestotrotz, ist es aber auch eine Sache der Wahrnehmung – wie wollen wir gesehen werden? Als jemand der ‚egoistisch ist, dafür aber seinen Weg geht, sich von niemandem abbringen lässt und an sich selber glaubt, dabei aber ab und zu etwas kühl oder distanziert wirkt‘ oder lieben wir die Idee, dass andere uns als ‚großzügig, herzlich und aufopfernd‘ sehen zu sehr um das Risiko einzugehen auch mal Nein! zu sagen?

Niemand sieht dich so, wie du dich selber siehst

Vielleicht ist es auch die Mitte von all dem. Was hierbei spannend ist, ist dass niemand uns so sieht und wahrnimmt, wie wir uns selber wahrnehmen. Jeder hat ein anderes Bild von dir, wenn er an dich, deine Eigenschaften und deinen Charakter denkt. Jeder nimmt Aussagen, Handlungen und sogar gleiche Situationen unterschiedlich wahr und bildet sich seine eigene Version von dir. Sowohl deine Eltern, als auch deine Freunde oder sogar dein Partner wird auf andere Dinge konditioniert sein, gewissen Details mehr Gewicht geben und dich anders beschreiben. Es gibt immer wieder prägnante Persönlichkeitsmerkmale, die sich wiederholen und die wahrscheinlich die meisten deiner Freunde und Bekannte nennen würden, wenn sie über dich gefragt werden würden, aber:

Die Idee von der Person, als die du dich selber siehts, gibt es so nur in deinem Kopf.

Ganz schön verrückt oder? Wenn man sich darüber wirklich mal Gedanken macht zeigt es einem nur wieder mehr, wie wichtig es ist, sich nicht zu sehr auf die Meinungen anderer zu verlassen.

Was allerdings nicht heißt, dass man oft ein paar Menschen in seinem Leben hat, auf deren Meinung man mehr Wert legt, als auf die von anderen. Das ist völlig okay, denn manche Leute kennen uns besser als andere und es fällt uns leichter Kritik von ihnen anzunehmen, weil wir wissen, dass sie uns in der Regel helfen möchten uns zu verbessern. Ich finde es immer wieder spannend, sich von seinen Freunden einschätzen zu lassen oder einfach mal zu fragen:

„Was gefällt dir an unserer Freundschaft, warum bin ich in deinen Augen eine gute – oder vielleicht auch eine schlechte Freundin, was magst du an mir und was könnte ich in deinen Augen noch besser machen?“.

Gleichzeitig schmerzen genau solche ehrlichen Worte von den Menschen die uns am besten kennen mit Abstand am meisten. Weil wir ihnen vertrauen, uns die Meinung wichtig ist, wir ihnen gefallen wollen und die Bestätigung, das Lob oder einfach nur ein paar nette Worte ‚brauchen‘.

Womit wir wieder bei der obrigen Frage wären: Wessen Anerkennung suchst du? Sobald du darauf eine Antwort hast kannst du dich dem Warum widmen. Denn eigentlich ist es nicht wichtig wen wir beeindrucken möchten sondern vielmehr warum. Dieses Thema ist endlos und manche beschäftigen sich ein Leben lang mit diesen Fragen. Mir war wichtig, wieder zu mir selber und meinen persönlichen Kompetenzen, Träumen und längerfristigen Zielen zu finden.

Wie ihr eure Träume in Realität verwandeln könnt

Wie ihr wisst, bin ich ein großer Fan von To-Do Listen, Bucket-Listen und Ziele stecken und Wünsche aufschreiben. Genau aus dem Grund habe ich letztes Jahr auch meinen Jahres Planer ‚Everything Happens For A Reason‘ mit Stilnest zusammen herausgebracht, da ich bereits seit Jahren Notizbücher und Kalender für mich genutzt habe, um mir über meine eigenen Träume und Ziele bewusst zu werden und diese in schriftlicher Form zu manifestieren. Aus einer anfänglichen Neujahrs-Tradition entstanden, schreibe ich mir mittlerweile auch oft zwischendurch Notizen in mein Iphone, Ideen in meinen Planer oder plane gezielt die nächsten Monate grob durch und überlege auf was ich mich konzentrieren möchte und was ich mir wünsche.

Denn nur so, kann man überhaupt bekommen was man möchte.

Im Oktober kommt mein zweiter Jahres Kalender und Träume-Planer raus, im September eine abgespeckte Taschenversion für unsere Reise-Ziele und Träume mit vielen hilfreichen Tipps, Listen und Helfern, damit du gut gerüstet und fertig für neue Abenteuer bist. Den Reiseplaner kannst du dir hier noch mal genauer anschauen und vorbestellen, wenn er dir gefällt.

Das Reisen war schon immer eine meiner absoluten Lieblingsdinge. Bereits 2009, als ich meinen Blog gestartet habe, war ich in fast 30 Ländern. In den Jahren darauf folgten etliche weitere Reisen, in meiner Studentenzeit hauptsächlich via Couchsurfing, Hostels und Backpacking, mittlerweile auch mal in der Business Klasse und im Luxus 5 Sterne Hotel. Aber egal wie komfortable oder luxeriös die Reise auch ist, die besten Erlebnisse hatte ich in der Regel immer auf meinen spontanen, low-budget Reisen. Ich habe bereits so unglaublich viele spannende Dinge gelernt, durfte einige meiner besten Freunden auf Reisen kennen lernen und zu guter Letzt im Januar 2016 meinen lang ersehnten Freund in Australien kennen lernen auf einer dieser ‚Bucket-List‘ Reisen, die ich einmal und dann nie wieder machen wollte.

Gerade sitze ich im Glugzeug auf dem Rückweg von Australien nach Hamburg, in unsere neue Heimat. Irgendwie schon verrückt, wenn man bedenkt, dass ich bis vor 2 Jahren nie wirklich großes Interesse an Australien hatte und immer mehr das ‚American Girl‘ war und nun zum 6. Mal innerhab von 30 Monaten ‚am anderen Ende der Welt‘ war um die Familie meines Freundes zu besuchen. Hätte mir irgendwer damals erzählt, dass ich mal einen australischen Freund haben würde und mit ihm in Deutschland leben würde und einen Hund mit ihm zusammen hätte – ich hätte gelacht und es nicht geglaubt 🙂 Aber so spielt das Leben. Egal wie sehr man es auch plant, sich zurecht ‚wünscht‘, gestaltet und dafür arbeitet, im Endeffekt kommt es immer so wie es kommen soll – nur das das meist anderes aussieht, als man es selber immer dachte.

Was ich in 10 Tagen offline gelernt habe

Falls du immer noch mitliest und bereits einen halben Roman hinter dir hast – vielen Dank dafür und herzlichen Glückwunsch 🙂 Kommen wir zum spannenden Teil, der dich wahrscheinlich mit am meisten interessiert: Wie geht es mir nach meinen 10 Tagen ohne Instagram, Insta Stories, tausenden täglichen DMs, Emails und Nachrichten. Was habe ich gelernt, was vermisst und was vielleicht sogar neu entdeckt für mich?

Ich muss zugeben, am liebsten würde ich meine Offline Zeit sogar noch ein wenig verlängern, aber nach 10 Tagen Urlaub im (wirklich arschkalten) Australien ruft die Arbeit wieder und ich ‚muss‘ zurück in die Onlinewelt. Allerdings habe ich tatsächlich ein paar spannende Dinge fest gestellt und für mich mitgenommen aus diesen letzten Tagen in Australien ohne Handy, Empfang und Social Media. Zu aller erst:

Ich habe Instagram gelöscht! Anders ging es nicht.

Zugegeben, Australien ist so ziemlich der beste Ort für mich um offline zu sein und dies auch durchzuhalten, da mein fancy world-wide Handyvertrag nur in Europa und Amerika, nicht aber in Asien und Ozeanien funktioniert. Somit war ein Problem von Anfang an beseitigt, das des ständigen Online-Seins und der ‚Langeweile zwischendurch‘ wenn wir alle ‚mal kurz‘ das Handy zücken um uns Stunden später dabei zu erwischen das 30. Youtube Video über irgendwelche Themen zu schauen, die wir niemals suchen würden. Dazu kommt in Australien, dass wir 10 Std. voraus waren und somit kaum jemand online war, wenn wir es waren. Das macht das ganze natürlich erheblich leichter.

Kurz vor meiner Offline-Challenge hatte ich den Tipp von meiner Freundin Julia bekommen, alle Social Media Apps von meinem Handy zu löschen während meines Social Media Detoxes, da man automatisch in die Apps reingeht und erst kurz später bemerkt, was man da gerade aus Gewohnheit macht. Erst war ich noch zuversichtlich, dass mir sowas nicht passieren würde und ich stark genug sei, aber kurz später musste ich fest stellen, dass es nach jahrelanger täglichen Routine tatsächlich fast unmöglich war nicht auf die vielen kleinen Benachrichtigungen, Pop-Ups und Kommentare zu klicken, wenn sie aufpoppen oder einem suggerieren, das  ungelesene und ungeöffnete Neuigkeiten in der jeweiligen App auf einen warten.

Nachdem ich Instagram schweren Herzens gelöscht hatte (nur die App, nicht meinen Instagram Account @luisalion) fing ich tatsächlich an automatisch auf die nächste Social Media App in meinem Handy zu klicken, die mir suggerierte, dass ich neue Nachrichten hätte. Und so war ich seit Monaten mal wieder auf facebook unterwegs, habe mir Bilder von Ex-Schulkameraden, lang vergessenen Bekannten und Videos von Hochzeiten angeschaut, wo ich nicht mal mehr wusste woher ich diese Person überhaupt kenne. Nachdem mir klar wurde, dass ich hier gerade schon wieder dabei war meine Zeit online zu verplämpern und mir unwichtige Dinge ansah, legte ich mein Handy weg, stand auf und fing an mein Offline Leben zu geniessen.

Man hätte mich auch mit einem Zombie verwechseln können.

Warum Schminke nutzen, wenn man sich nicht selber filmen muss? Warum schön anziehen, wenn es draußen eisig kalt ist und man eh keine Bilder machen muss?  Warum das Handy mitnehmen und ständig checken, wenn man eh keine Nachrichten bekommen kann und die Leute wissen, dass man nicht online ist? Und so verbrachten Dan und ich die letzten 10 Tage in Sydney zu 90% in gammlig warmen Klamotten drinnen (da es zu windig, kalt und unnötig war raus zu gehen) und taten: NICHTS.

Was für ein seltsames Gefühl. Anfangs fiel es mir unglaublich schwer morgens und abends nicht ‚mal eben schnell‘ zu checken, was meine Freunde, Bekannte und Frenemies auf Instagram so trieben, wie viele Likes mein letztes Bild bekam, wie viele neue Follower dazu und wie viele davon gingen. Ich checkte täglich mehrmals meine Mails und konnte es kaum glauben dass nur ein paar Newsletter, Werbemails und vereinzelte Anfragen reinkamen und dachte erst das Wifi würde nicht richtig funktionieren. Bis ich merkte, dass die meisten Leute mich absichtlich in Ruhe ließen. Mir meinen Freiraum gaben, mir alles Gute für meine Auszeit wünschten und ich mein Handy auch tagsüber getrost im Zimmer lassen konnte, da es wichtigere Dinge im Offline Leben gab, als irgendwelche kleinen Nachrichten auf meinem Bildschirm. Ich habe meinen Laptop genau 1 x ausgepackt und angeschalten und das auch nur um an meinem Buch weiter zu schreiben, nachdem mich nach einem längeren Gespräch mit Dan die plötzliche Lust packte, meine Gedanken schriftlich fest zu halten.

Ich habe gepuzzelt (ein wunderschönes, wirklich schwieriges 1000 Stück Sonnenuntergangsbild von Sydney’s Hafen und Harbour Bridge), gegessen, super viel geschlafen, mich mit meinen Mitmenschen unterhalten, war so wenig wie wahrscheinlich noch nie am Handy und habe mit Dan ganze 3 (!!) Staffeln ‚Shooter‘ auf Netflix durch gesuchtet 🙂 Es war geil!

Man könnte sich glatt dran gewöhnen an dieses absolute Nichts-Tun!

Ich muss sagen, ich war selber etwas überrascht wie leicht es mir letztendlich tat Instagram und Co. einfach auszublenden und zu ignorieren. Dan war weiterhin ab und zu online, hat vereinzelt Stories geschaut und gemacht (die ich zum ersten Mal selber nicht gesehen habe) und dennoch hat es mich nicht mal interessiert was meine Lieblings Instagramer und Kollegen gerade taten. Ich hab mich einfach nur auf mich konzentriert, ein kompletten 500 Seiten Buch durchgelesen, mit Freunden geredet und seit Ewigkeiten endlich mal wieder warmes Essen in Restaurants gegessen ohne es vorher ewig zu filmen, zu fotografieren und passend zu drapieren. Manchmal war ich selber etwas erschrocken, dass ich es schlitweweg vergessen hatte. Sowas ist mir seit Ewigkeiten nicht passiert!

Falls ihr euch noch an meine Follow Me Arounds oder auch Mjunik Episoden und Videos erinnert oder auch meine Instastories wisst ihr, dass mich normalerweise nichts vom Filmen abhält. Egal ob ungeschminkt, super müde oder auch beim feiern angetrunken – ich filme immer, automatisch. Aber nach ein paar Tagen habe ich nich mal mehr dran gedacht.

Aber es gab auch Momente, wo ich wirklich gerne mit euch ‚reden wollte‘, meine Gedanken mit euch online via Instastories teilen wollte, angefangen habe zu filmen ‚um es dann später nach meiner Pause hoch zuladen‘ und es wirklich vermisst habe Content zu produzieren. Bis ich gemerkt habe, dass es schwachsinnig ist, mir etwas zu verbieten was mir wirklich Spaß macht.

Nicht unbedingt das produzieren von Content ist das

Gefährliche, sondern vielmehr der ständige Konsum, wenn wir meinen gelangweilt zu sein.

Im Vergleich zu meinen sonstigen Wochen und Urlauben, gibt es wirklich unglaublich wenige Bilder auf meinem Handy von den letzten Tagen. Irgendwie auch ein befreiendes Gefühl, wenn man mal kaum was zum posten hat, keine festen Jobs eingeplant hat und sich einfach nur auf seine Freunde, Familie und seinen Partner konzentrieren kann. Dan ist vor allem aufgefallen, dass ich ihm viel mehr Aufmerksamkeit beim Essen und in Restaurants oder Bars gegeben habe, weil ich nicht abgelenkt war mit meinem Handy und damit, was ich als nächstes filmen könnte.

Mir persönlich ist vor allem aufgefallen, dass ich normalweise einfach ‚drauf los filme‘ und wirklich alle möglichen Dinge, Gedanken und Tipps mit euch teile ohne drüber nachzudenken. Was meine Instastories auf der einen Seite sicherlich super authentisch und ehrlich machen, aber manchmal eben auch zu 30 min. langen Sequenzen führen. Was ich in den letzten Tagen getestet habe ist ab und zu Dinge zu filmen, die ich für ‚wichtig, interessant oder spannend‘ empfang um dann einen Tag zu warten und zu schauen ob ich die Story immer noch hochladen würde. Ehrlich gesagt ist mir dabei aufgefallen, dass ich manchmal wirklich unnötige Dinge mit euch teile und wirklich unglaublich viel am Tag damit beschäftigt bin Sachen mit euch zu teilen, die eigentlich Teil meines Privatlebens sind. Das heißt allerdings nicht, dass ich nun aufhören werde lange persönliche Insta Stories zu posten oder Dinge mit euch zu teilen, aber ich möchte einfach bewusster und aktiver filtern, was wirklich einen Mehrwert hat oder relevant ist.

Das Leben durch eine Kamera Linse

Vor allem andere Blogger und Influencer, aber auch ganz normale Social Media Nutzer werden das Gefühl kennen, dass man sich manchmal Bilder oder Videos anschaut und völlig vergessen hatte, diese gemacht zu haben. Ich denke jeder von uns in der heutigen Smartphone Welt kennt das Gefühl, sein Leben manchmal durch die Linse des Telefons zu leben. Gerade, wenn man viel filmt, nimmt man die Dinge um sich herum oft nicht zu 100% war, sondern filmt sie einfach schnell, ohne den Moment wirklich zu genießen.

Obwohl ich auf der Hochzeit unserer besten Freunde in Sydney natürlich ein paar Bilder und Videos gemacht habe, ist mir tatsächlich aufgefallen, dass ich den Tag intensiver als sonst erlebt und vor allem auch in Erinnerung habe. Meine Freunde wissen, dass ich wirklich kein gutes Gedächtnis haben und denken immer wieder, ich würde sie verarschen, wenn ich ihnen sage, dass ich mich an den und den Tag oder die und die Geschichte nicht erinnern könnte – selbst wenn es manchmal den Tag vorher passiert ist. Manchmal habe ich tatsächlich Angst, irgendwann Alzheimer zu bekommen, da es wirklich erschreckend ist, was ich teilweise alles vergessen. Aber irgendwie glaube ich auch, dass es einfach damit zusammen hängt, dass ich seit 9 Jahren fast täglich in irgend einer Art und Weise mein Leben dokumentiere. Sei es durch Bilder, Videos oder Stories. Ich glaube mein Gehirn denkt sich manchmal einfach, ‚das hast du doch eh gefilmt, die Erinnerung kann ich löschen‘ 🙂 Auch wenn das wahrscheinlich eine völlig schwachsinnige Erklärung für meine Vergesslichkeit und mein teilweise schlechtes Zuhören ist, zeigt es mir, wie viel ich in den letzten Jahren an meine Kameralinse ‚outgesourced‘ habe.

Was ich in Zukunft ändern möchte

Was mir wirklich gefallen hat an den letzten Tagen mehr oder weniger ohne Handy und Oflline ist, dass es einem Zeit gibt sich mit anderen Dingen zu beschäftigen. Die etlichen Stunden am Tag, die ich normalerweise damit verbringe, Kommentare und Direkt Nachrichten zu beantworten konnte ich auf einmal nutzen um mein Buch zu lesen, mit Freunden zu reden oder einfach nur darüber nachzudenken, was mich beschäftigt und was ich in den nächsten Wochen und Monaten machen möchte.

Jeder sollte sich einen Tag in der Woche komplett frei nehmen von Social Media und das Handy entweder auf Flugmodus stellen oder einfach zu Hause lassen.

Ich werde mir versuchen anzugewöhnen, ein Mal die Woche Instagram und Co. zu löschen oder das Handy einfach auf Flugmodus zu lassen, sodass ich mich komplett auf mich und mein reales Umfeld konzentrieren kann. Ich möchte ausserdem versuchen wieder mehr Kreativität in mein Offline Leben zu bringen, sei es Schreiben, Malen, Puzzlen, Lesen oder einfach nur raus an die frische Luft zu gehen – die Ideen und Gespräche, die ich in den letzten Tagen hatte, haben mir gezeigt, wie oft wir einfach nur halbherzig bei der Sache sind und wie oft wir von unserem Smartphone abgelenkt sind.

BAM! Was für ein Roman! Ich habe gerade mal in Word geschaut und ich habe tatsächlich ganze 10 volle DIN A4 Seiten geschrieben und euch zugetextet mit meinen Gedanken und Erfahrungen. Ich möchte mich bei euch bedanken für eure unglaubliche Aufmerksamkeit, Liebe und euer Feedback. Vielen Dank, dass ihr meine Oflline Zeit so toll respektiert habt und ich freue mich darauf, wieder mit euch kommunizieren zu können. Die meisten haben wahrscheinlich nicht mal wirklich gemerkt, dass ich ‚weg‘ war, bei der ganzen Reizüberflutung der wir alle täglich ausgeliefert sind. Falls ihr auch schon mal eine Social Media Pause gemacht habt, würde mich sehr interessieren, wie es euch danach ging und was ihr davon gelernt habt.

xx eure Luisa

 

48 comments
  1. Lauri

    Oh, wow, mir fehlen die Worte ob Deiner Zeilen.
    Habe wirklich Tränen in die Augen…
    Muss das erst mal alles reflektieren und dann noch mal was schreiben… Danke für Deine Worte! Spricht so vielen Menschen aus der Seele.

    • Style Roulette

      Oh wie lieb! Was für ein Feedback vielen Dank! Melde dich gerne später noch mal ich kenn das selber so gut 🙂 xx

  2. Jenny

    Super Blogeintrag!! Und ich hab wirklich schon die Tage gezählt bis du wieder online bist um deinen langen Storys mir anzuschauen 😊aber kann das gut nachvollziehen das diese Zeit einfach gut getan hat.

  3. Ich habe gestern wieder angefangen deine und Lina‘s FMA‘s aus LA anzuschauen und dann bin ich auf das Video gestoßen wo du gesagt hast „Schluss mit FMA‘s ich hänge zu viel vor der Kamera“
    Ich muss echt sagen ich vermisse die FMA Zeit soooo sehr. Ich bin selbst Blogger und lege persönlich noch einen großen Fokus auf meinen Blog. Ich denke auch, dass die Unternehmen dafür bezahlen wo deine Leser/Follower am meisten Zeit verbringen und über einem Blogpost verbringt man Safe mehr Zeit VIEL MEHR ZEIT als über einem Instagram Bild. Da scrollt man halt drüber..
    Ich bin auch heute erst wieder deinen Feed runter bis zu 2014 weil ich eben grad eure LA FMA‘s gucke 😃 und wow ich vermisse das !! Dieses unkomplizierte.. ach ich weiß auch nicht. Ich vermisse dieses 2014/15 irgendwie. Es war besser. Eindeutig.
    Aber ein wirklich toller Blogpost 🙂

    • Style Roulette

      Vielen lieben Dank Laura, ich weiß was du meinst die FMA Zeit und vor allem LA mit Lina vermisse ich auch immer wieder war wirklich eine tolle und spannende, aber auch nervenaufreibende Zeit 🙂 Liebe Grüße Luisa

  4. Interessanter Roman! haha. Vor allem die Erfahrung zum Social Media detox. Ich kann mir tatsächlich immer noch schwer vorstellen, eine Woche oder keine dieser Apps zu benutzen oder sogar das Handy abzuschalten. Es wäre aber aufjedenfall einen Versuch wert.

    Liebe Grüße,

    Arunika von quarterlife.blog

    • Style Roulette

      Vielen Dank. Ja, es ist wirklich nicht leicht und ich merke direkt heute wo ich Instagram wieder installiert habe, wie schnell man versucht wird, sich in der App zu verlieren und die Zeit zu vergessen, daher am besten tatsächlich für den Tag oder Zeitraum löschen.

      Liebe Grüße
      Luisa

  5. Anna S.

    Hey Luisa! Ich finde deinen Blogpost unglaublich tiefgründig und schön! Mir ist beim Lesen aufgefallen, dass du irgendwie so eine Mischung zwischen meinem Freund und mir bist 🙈 Er ist Löwe und ich bin ein Skorpion. Er scheißt auf die Meinung anderer und macht sein Ding, sagt seine Meinung. Ich hingegen bin eher so der Ja- sager, der Mensch der von allen gemocht werden will und sich deshalb immer anpasst. Mir ist das in letzter Zeit sehr aufgefallen und ich bin dabei diese eigenschaften zu ändern und auch einfavh mal zu sagen worauf ich bock habe bzw zu machen was ich will und nicht auf andere zu hören. Jetzt stehe ich gerade vor einem kleinen Problem. Die Leute kennen mich nur so wie ich war und sehen es als „zickig“ an, wenn ich mal sage was ich will… aber warum? Weil sie nicht mit meinem neuen ich umgehen können? Irgendwie ist es sehr schwer für mich so weiter zu machen, weil es mich dann natürlich total trifft wenn jemand meint ich wäre zickig oder egoistisch, obwohl wie du sagt egoismus auch gesund sein kann…
    wollte diese gedanken nur mal mit dir teilen weil es mir genauso geht wie dir und mich der post wieder total zum Nachdenken gebracht hat.
    Aber ich denke deine Gedanken dazu stärken mich wieder und dafür wollt ich danke sagen 😊😘

    • Style Roulette

      Liebe Anna, super interessant was du erzählst und ich verstehe dich total, das ist natürlich blöd. Es kommt immer auf die Situation an und ich weiß natürlich nicht um welche Momente es geht, in denen deine Freunde meinen du wärst zickig, aber ich würde genau in dem Argument erklären, warum du für dich einstehst und warum es dir so wichtig ist, dass es auch mal um deine Meinung geht. Das sollten deine Freunde verstehen und auch nicht alles immer als zickig abtun. Ich würde es einfach ansprechen und ganz direkt sagen, dass du dich entschieden hast etwas zu ändern und mehr zu deiner ehrlichen Meinung stehen möchtest und zu dem was du willst, aber das du dankbar für das Feedback deiner Freunde bist. Ganz liebe Grüße Luisa

  6. Roger Rako, Autorenduo Mike Almara

    Ich gebe nun als zielgruppenferner Mann auch noch meinen „Senf“ dazu, du kannst meinen Kommentar ja wieder löschen ;).
    Ich habe Deinen „Roman“ aufmerksam gelesen. Zu deiner Frage: Nein, ich habe noch keine Pause von Social Media gemacht. Doch ich bin hier erst seit Mitte 2016 und zu 90 Prozent Konsument und Supporter oder auch selbsternannter „Mentor“ mit der Motivation, der älteren Generation und mir selber dieses Medium und das Verhalten der Menschen darin verständlich zu machen. Der Rest von mir ist Hobby-Blogger. Ich lebe nicht davon und es ist nicht mein Beruf, das ist der entscheidende Unterschied. Natürlich ist es für die meisten Influencer Berufung und Hobby zugleich, doch ein wesentlicher Teil ihres Einkommens fließt aus den Kooperationen in Social Media, aus Klicks, Likes und Kommentaren. Daher ist es ein Unterschied, ob ich meinen Laden quasi zwei Wochen zusperre und keinen Content mehr liefere oder ob ich meinem Hobby eine Zeit lang nicht mehr nachgehe. Denn die Zeit ohne Fotos und Texte auf Insta kostet soundsoviel Followers, gerade jetzt, wo auch bei Top-Influencern die Zahl der Abonnenten seit gut drei Monaten stagniert. Ich beobachte die Entwicklung sehr genau und reflektiere journalistisch alle Aktivitäten in diesem Medium, da ich gerade an einem Roman über Schein und Sein in Social Media schreibe. In Deutschland gibt es neben dir vielleicht noch maximal 80 Influencer, die von ihrer Reichweite und den optimalen Kooperationen her so gut an Insta verdienen, dass sie in fünf bis 10 Jahren ausgesorgt haben. Die meisten träumen davon. Doch dann kommt ein Hacker und zerstört einen jahrelang aufgebauten Blog, so wie es gerade einer Bloggerin mit über 180k Followers ging, die auf Insta ihr Krebstagebuch geführt hatte. Das kann dann schon mal eine Existenz zerstören. Dann ist es gut, wenn man mehrere Standbeine und Firmen hat, wie du und Dan. Doch der Preis der stündlichen Präsenz in dem Medium ist hoch, wenn man nicht abschalten kann. Ein Job hat auch mal einen Feierabend, doch das Internet schläft nie und der Suchtfaktor ist auch enorm hoch, das unterschätzen die Meisten. Es ist somit nur einer Frage der Zeit bis zum Insta-Burnout. Und es gibt dort per se keine Authentizität, da es ums Verkaufen geht. Egal, was jemand postet, ist es mit einer Intention verbunden, ein bestimmtes Bild zu zeigen, wie man entweder von außen wahrgenommen werden will oder – weitaus wichtiger – wie man am meisten Umsatz generiert. Da weiß Frau natürlich, dass ein Foto im Bikini um ein Vielfaches mehr an Klicks und Likes generiert, als ein Foto ungeschminkt im bekleckerten T-Shirt. Natürlich gibt es Ausnahmen, wie eine Louisa Dellert, die gegen diesen Trend schwimmt und damit aber letztlich auch wieder Aufmerksamkeit von ihrer Zielgruppe Nummer eins, den Feministinnen, bekommt. Denn natürlich geht es nur um Aufmerksamkeit. Dass du sehr viel Zeit opferst, jeden Kommentar zu beantworten, mit deinen Followern in Dialog gehst und ihnen in deinen Blogs echten Mehrwert bietest, ehrt Dich, das ist ein Alleinstellungsmerkmal, das du mit sehr wenigen Influencern Deiner Reichweite teilst. Es zeigt, dass du wirklich an den Menschen interessiert bist und die anonyme Masse der Followers nicht nur als Mittel zum Zweck der Umsatzsteigerung siehst. Das kostet dich auch viel Kraft. Nachdem ich als sehr engagierter Supporter und Mentor einer vermeintlich sozial engagierten Influencerin böse auf die Schnauze gefallen bin und erst spät erkennen musste, was Schein und Sein ist, unterstütze ich mit meinem Social Media Life Changers AWARD nur noch wirklich rein sozial engagierte Influencer auf Insta. Und natürlich mache ich das auch, um Aufmerksamkeit zu bekommen für meine Songtexte, Bücher, Fotos usw., aber auch um anderen Aufmerksamkeit zu geben. Eine WIN/WIN-Situation. Dass sich viele über den Job definieren, ist nicht traurig für mich. Traurig ist, dass sich viele nicht mit ihrem Job identifizieren können, weil er nicht der Richtige ist. Insofern ist man als Freiberufler einerseits privilegiert, aber auch gefährdeter, da das soziale Netz dort nicht so stark ist und man es mit Existenzängsten zu tun bekommt.
    Es ist wichtig, dass wir uns nicht selber belügen, dass wir unser inneres Kind beschützen und überhaupt erstmal wahrnehmen. Und natürlich wollen wir Anerkennung, darum geht es im Leben, wir wollen alle Liebe, als erstes von anderen. Dabei ist die Liebe und Anerkennung, die wir uns selber geben, viel viel wichtiger, als die, die wir anderen geben. Wichtig, ist dass wir es erkennen und reflektieren. Dann mögen wir auch mal erschrecken, na und? Es geht um das Bewusstmachen, um etwas bewusst zu machen. Wenn uns etwas wirklich bewusst ist und wir es von außen betrachten, also reflektieren können, können wir entscheiden, ob es unser Weg ist, ob es uns gut tut oder ob wir etwas ändern. Wie heißt es so schön: „Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zu Besserung“. Und wenn du nun einen Tag in der Woche wirklich socialmediafrei – am besten auch Netflixxfrei lebst, hast du unheimlich viel für dich sowie für alle, die dir darin folgen getan. Danke für Deinen Post und die Gelegenheit, hier kommentieren zu dürfen. Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute mit dem Detox :).
    xx Roger

    • Style Roulette

      Lieber Roger vielen Dank für den wohl längsten Kommentar ever 🙂 Ich ‚kenne‘ dich ja schon aus Mjunik Zeiten und danke dir für deine Zeit und Worte. Ich finde vor allem deinen Satz: ‚Ein Job hat auch mal einen Feierabend, doch das Internet schläft nie und der Suchtfaktor ist auch enorm hoch, das unterschätzen die Meisten.‘ sehr wahr. Es ist einfach eine Sucht und man muss sich darüber beuwsst werden und es bewusster konsumieren und produzieren 🙂 xx

  7. wow vielen dank fuer deine ehrlichen Worte, ich liebe es, dass du so authentisch bist. Ich verfolge dich schon ziemlich lange auf dem Blog, bei Youtube und Instagram und bin auch echt immer erstaunt wie du das alles unter einen Hut bekommst. Ich kann mir gut vorstellen, dass da wirklich wenig Zeit fuer andere Dinge bleibt. Deshalb goenne dir die Zeit, dein Content ist so gut und ich denke Du kannst auch wiederum viel zurueck geben, wenn du einfach ab und zu los laesst .

    Ich druecke dir die Daumen und bin gespannt!

    Liebe Grueße von Mealove.blog

  8. Verena

    Ein wirklich toller und vor allem ehrlicher Beitrag. Es ist wirklich erschreckend, wieviel uns durch das ständige Online sein entgeht.
    Natürlich sehen die Fotos auf Blogs und Instagram jetzt ansprechender aus, aber ich vermisse die Zeit, in denen meine Liebsten Blogger einfach hochladen konnten was sie wollten und man nicht nur das perfekte Leben gesehen hat. Auch hat man bei manchen Bloggern das Gefühl man befindet sich in einer Dauerwerbesendung.
    Auch beim Rest kann ich dir zu 100% zustimmen und dabei belasse ich es auch, sonst wird mein Kommentar so lang wie dein Beitrag 😀

  9. Liebe Luisa,
    schön, wie ehrlich du in deinem Blogpost über das „Warum“ oder „wem man überhaupt gefallen will“ schreibst. Ich als „nur Konsument“ muss gestehen, dass ich dich als Persönlichkeit echt sympathisch und klug finde, weshalb ich dir gerne folge und auch am Blogger-Workshop teilgenommen habe 🙂 Aber wenn ich in einer (nicht nur deiner) Instastory schon sehe, dass da noch gefühlt 300 weitere Videos kommen (und das ist ja bei vielen Fulltime-Bloggern der Fall), wische ich sofort weiter und interessiere mich schon nicht mal mehr für das erste Video. Ich weiß nicht ob es nur mir so geht und es tut mir irgendwo auch leid, denn es ist ja eigentlich traurig, dass der/die Blogger/in den ganzen Tag darüber nachdenkt, was er oder sie mit der Kamera dokumentieren kann und ich als Konsument wische nach 3 Sekunden desinteressiert weiter. Aber es ist einfach zu viel geworden, wie man in der Instastory mit Fotos, Videos, Boomerangs, Infos und neuerdings sogar noch Werbung zugeballert wird.
    Deshalb finde ich deine Konsquenz, etwas überlegter und „gefilterter“ zu posten, ganz gut!

    Ich denke auch dir selbst wird es gut tun, was du jetzt vor hast. Einfach ein bisschen zurückschrauben und die Welt wieder mehr offline wahrnehmen 🙂 Kennst du diesen Moment, wenn du irgendwo bist und etwas tolles erlebst, zum Beispiel auf einem Konzert, und du willst dein Erlebnis unbedingt festhalten und filmst und machst Videos. Und irgendwann nimmst du dann das Handy mal runter und nimmst den Moment mal so richtig wahr, was du siehst, hörst, die Stimmung… ?
    Ich habe in diesem Augenblick schon ein paar Mal gedacht „Mein Gott, du verpasst diese wahnsinnig tolle Realität, wenn du dir alles nur durch die Kamera ansiehst“. Seitdem lasse ich das Handy auch ganz gerne mal in der Tasche und genieße einfach. Und wenn ich mich doch mal wieder erinnern will: Irgendwer wird es schon gefilmt haben 😉

    Viele liebe Grüße,
    Valentina

  10. Layla

    Wow! Mir fehlen die Worte🤐
    Mir liegt dieses Thema auch am Herzen und ich finde es wichtig sich darüber Gedanken zu machen oder darüber zu „reden“ aus welchen Gründen wir uns sozusagen „verpflichtet“ fühlen ständig die Social media Plattformen zu besuchen. Ich habe mich auch selbst schon öfters dabei erwischt, wie ich z.B. nur das Wetter nachgucken wollte, aber dann schon wieder in den Tiefen Instagrams verschollen war😅
    Mich hat dein Blog Beitrag wirklich zum nachdenken gebracht und ich hoffe, dass du in Zukunft öfters solche Beiträge veröffentlichst, in denen du solche Gedanken teilst.👍🏼☺️

    • Style Roulette

      Haha ganz genau so ist es ’noch mal eben schnell..‘ und 2 Std. später erwischt man sich in den Tiefen von Instagram oder Youtube etc.

  11. Kate

    Liebe Luisa,

    ich freue mich so sehr endlich mal wieder was so persönliches HIER von dir zu lesen.. ich nutze aus Überzeugung kein Insta und Co. und kann meine Freundinnen teilweise auch nicht verstehen, wie oft man seine kostbare Lebenszeit damit verschwenden kann, das Leben anderer zu beobachten. Da ich gemerkt habe, dass hier so gut wie nichts mehr neues kommt, was ich sehr schade fand, gebe ich gelegentlich deinen Name in Google ein um dein Insta-Profil anzusehen.. ich sehe leider nur keinen Mehrwert für mich darin! Naja mich hast du damals jedenfalls mit Shoppingqueen als Blogleserin gewinnen können und auch ich liebe deine FMA-Videos und habe OCJ von Anfang bis Ende mit verfolgt.

    Für mich ist ein Leben ohne Medien definitiv lebenswerter! Den Moment genießen, sich selbst treu zu bleiben und glücklich zu sein! Und glaub mir, ich würde so gern ohne Handy leben, aber man ist nicht gesellschaftsfähig :/ zumindest habe ich das Gefühl..

    Zum Thema Egoismus kann ich dir von Eckhard Tolle das Buch „Eine neue Erde“ empfehlen… es ist so aufleuchtend… und Louise L. Hay – „Wahre Kraft kommt von innen“. Falls du diese 2 Bücher noch nicht kennst!

    Mach weiter so! Gedanken werden Dinge!

    Alles alles liebe aus München vom Schwabinger Tor 😉
    Kate

    • Style Roulette

      Vielen lieben Dank Kate und wie schön, dass du ab und zu noch vorbei schaust 🙂 SUper tolle Buchtipps ich liebe Eckhard Tolle sowieso. xx

  12. Ein wirklich toller Blogbeitrag, Luisa. Ich find es mega stark, dass du das bei deinem Job, wo online sein quasi Pflicht ist, so durchgezogen hast! Ich konnte mich mit so vielem extrem identifizieren. Besonders die Thematik ständig alles zu vergessen. Ich glaub das liegt auch daran, dass wir einfach so viel im Kopf haben und ständig mit neuen Reizen konfrontiert sind. Unser Kopf kommt gar nicht mehr zum Abschalten. Ich hab auch ständig das Handy in der Hand, wenn mir „langweilig“ ist. Einfach mal aus dem Fenster gucken zB gibt es seit dem Smartphone irgendwie nicht mehr…

  13. Iwona

    Liebe Luisa! Echt schön geschrieben… in deinem „Roman“ steckt viel Wahrhheit. Ich kann mor ein Handy oder Socialmedia Detox nicht vorstellen… ich bin aber bei weitem nicht so viel am Handy wie du! (Außer du machst wieder lange Storys) .. ich weiß, das klingt vielleicht egoistisch… ich mag deine langen Storys… und von 2-3 anderen Bloggern… ihr soegt für „Unterhaltung“ und opfert dafür eure Freizeit, denn es ist nicht nur ein Job, du filmst schließlich sehr häufig private Situationen, teils bis spät in die Nacht! Ich mag diese Form von Unterhaltung und freue mich über deine Storys… welchen Preis du jedoch dafür bezahlst, ist uns als Zuschauer nicht bewusst. Ich freu mich daher um so mehr für dich, dass diese Auszeit dir gut getan hat und du daraus was positives für die Zukunft für dich gezogen hast. Ich drücke dir die Daumen bei der Umsetzung. Was ich aber noch anmerken wollte… heutzutage wird Socialmedia gerne etwas in den Schmutz gezogen und es wird gerne gesagt, man verbringe zu viel Zeit online.. ich finde die neuen Medien toll, denn ich kann auch nicht ständig meine Freundinnen treffen, manche musste ich in der Heimat zurücklassen und freue mich daher, dass es heutzutage leicht ist im Kontakt zu bleiben…. früher hab ich mot meiner Freundin Briefe schreiben müssen und diese waren ewig unterwegs ins Ausland…. daher hat Socialmedia auch erwas positives.
    Aber die Dosis macht das Gift!
    Man sollte auch ein Leben außerhalb des Internets haben!

    Aber noch eins Luise: ich sitze auch den ganzen Tag am PC.. beruflich…..
    deshalb verbiete ich mor aber nicht auch privat etwas Zeit am Laptop zu verbringen…

    Die Work-Life-Balace muss sich die Waage halten….

    Ich denke, so wie du eine ‚Selbsteinschätzung‘ vorgenommen hast und für dich ein Ergebnis gezogen hast, dann kannst du künftig gut damit umgehen und musst kein schlechtes Gewissen haben, jedes mal wenn du dein Handy in die Hand nimmst, schließlich ist das nicht nur dein Arbeitswerkzeug! So denke ich auch wenn ich zuhause am Laptop bin… das ist halt ‚privat‘ und auf Arbeit im Büro am PC ist halt ‚dienstlich‘

    Ich bestrafe mich nicht zuhause mit Laptop-Verbot, nur weil ich auf Arbeit schon auf den Bildschirm gucke…

    Also alles gut dosiert ist immer besser als Verbote :-))

    Alles Liebe für doch & Dan & Leo

    Iwi

    • Style Roulette

      vielen lieben Dank für deinen ehrlichen ausführlichen Kommentar, ich sehe das mittlerweile sehr ähnlich wie du. Ich liebe es Stories zu machen und die Stories sind nicht das Problem. Eher wirklich den Moment genießen, nicht immer erreichbar sein nach Feierabend, auch mal den Laptop oder Handy zu Hause lassen wenn man beruflich nichts hat was ansteht und wirklich die Zeit mit den liebsten genießen. xx

  14. ein wahnsinnig tolles und tiefgründiges Lifeupdate liebe Luisa!!! deine Entwicklung verfolge ich ja bereits seit Anfang an und bewundere total, wie du deinen Weg gegangen bist!
    ich finde auch, dass es super wichtig ist, dass man sich unter dem Druck der sozialen Medien selbst treu bleibt … alles andere wäre unauthentisch 🙂

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

  15. Monacomii

    Was oder wer wären wir ohne unseren Job? Nunja…. diese Frage ist sicherlich, so wie Vieles, im Leben aus 2 verschiedenen Sichtweisen zu beantworten. Ich habe einen sehr wichtigen, spannenden und herausfordernden Job, der mich nahezu jeden Tag zu Höchstleistungen fordert. Ich habe lange für diesen Job gekämpft und habe mich in den letzten zwei Jahren stärker, schneller und m.E. erfolgreicher weiterentwickelt als die 5 Jahre zuvor.
    Ich für mich kann sagen, und das obwohl ich ein wunderschönes Privatleben habe, ich bin viel mehr, viel stärker, viel motivierter, viel leidenschaftlicher, vieler engagierter mit meinem Job. Das große Glück jeden Tag spannenden Aufgaben nachzugehen, Probleme zu lösen, Herausforderungen zu bestreiten, personellen Konflikten zu begegnen, diplomatisch und dennoch integer zu sein… das habe ich zum Großteil nur in meinem Job. Warum? Weil wir unser Privatleben so gestalten können wie wir uns es wünschen. Wir umgeben uns nur mit Menschen, die unsere Interessen teilen, mit denen die Chemie stimmt, die einen ähnlichen Humor besitzen, und unser „wirkliches“ ich kennen.
    Im Joballtag, in meinem Fall ein Millionen-Konzern, hat man nicht immer die Wahl. Man begegnet den verschiedensten Menschen, die manchmal weder unsere Werte, noch Meinung, noch Ziele oder Interessen teilen. Die uns nicht mögen, als Gefahr sehen oder einfach kein Interesse an uns haben. Und hier wachsen wir und entwickeln uns weiter, justieren immer wieder neu, verlieren und gewinnen. Um diesen viel zu langen Kommentar zu beenden. Ohne meinen Job, wäre ich heute nur halb so stark, selbstbewusst, erfolgreich, stolz, diplomatisch und motiviert. Den richtigen Job zu finden, ist die perfekte Ergänzung zu einem gesunden Privatleben und trägt auch zu einem gewissen Teil zum glücklich und zufrieden sein bei.

    Liebe Grüße

    • Style Roulette

      Richtig tolle Sichtweise finde ich sehr schön und freut mich total, dass dir dein Job so gut geföllt und dich täglich färdert und fordert 🙂 xx

  16. Liebe Luisa,

    diesen Post habe ich einfach verschlungen. So ehrliche und persönliche Worte geben nur die wenigstens Bloggerinnen von sich. Und genau das wertschätzt man dir.

    In meinen Augen bist du eine wahre Power-Frau und Macherin. Du bist nicht oberflächlich, sondern eine wahnsinnig smarte und tiefgründige Frau. Du lieferst deiner Community mit deinen Erfahrungen Content, der zum Nachdenken anregt.

    Fühl dich gedrückt, Franzi

    https://franziskanazarenus.com/2017/11/05/die-10-schoensten-fotolocations-in-paris-teil-1/

    • Style Roulette

      Vielen lieben Dank das freut mich sehr 🙂 Du aber auch! ‚Kenne‘ dich ja, seit du unseren Blogger Workshop Kurs gemacht hast und finde du hast dich so toll entwickelt 🙂 xx

  17. Annika

    Liebe Luisa. Ich persönlich empfinde den Text als zu lang geschrieben, auch, da oft Wiederholungen darin vorkommen. Trotzdem freut es mich für dich, dass dir die Auszeit gut getan hat und hoffe, du kannst mit neuem Elan wieder in die Arbeit starte 🙂

  18. Helen

    Liebe Luisa,

    vielen Dank für den tollen Blogeintrag.
    Hat auch mich sehr zum nachdenken gebracht und einen Tag die Woche offline möchte ich definitiv versuchen einzubauen.
    Danke, dass du so ehrlich bist 🙂

    Ganz liebe Grüße,
    Helen

  19. Wow, was ein toller, interessanter und vor allem tiefgründiger Beitrag liebe Luisa! <3

    Ich finde auch, dass Menschen, die anecken oft viel interessanter sind als die, die nur Ja und Amen sagen. Klar sollte man es mit seinen Aussagen nicht übertreiben oder gar beleidigend werden, aber ein bisschen polarisieren ist doch ein gute Sache. Ich kenn dein "Problem" aber: Ich erwische mich auch oft dabei, wie ich darüber nachdenke, ob ich etwas schreiben oder posten kann, ohne negatives Feedback zu kriegen und denke mir dann "und wenn schon! Niemand wird von allen geliebt und es finden niemals alle toll was man macht."

    Dass du 10 Tage fast komplett offline warst finde ich eine super Sache – hat sicherlich sehr gut getan, das glaube ich dir gerne. Ich finde es auch unglaublich angenehm, auch mal nur ein paar Stunden nicht am Handy zu sein – total entspannend. Es kann nämlich wirklich unglaublich stressen, andauernd das Handy dabei zu haben und jede paar Sekunden zu checken, ob neue Nachrichten, Kommentare usw. gekommen sind. Wir sind viel zu oft gar nicht richtig "da" und nehmen das was um uns herum passiert kaum wahr. Sehr schade, so verpassen wir oft die tollsten Momente…

    Ganz liebe Grüße,
    Krissi von the marquise diamond
    https://www.themarquisediamond.de/

  20. Liebe Luisa,

    Wahnsinnig toller Blogbeitrag!
    Als du geschrieben hast, dass es uns bestimmt nicht aufgefallen ist, dass du offline warst, musste ich schmunzeln, denn mir ist das jeden Tag wieder bewusst geworden. Ich schaue täglich deine Instastories – von vorne bis hinten, auch wenn sie mal suuuuper lang sind – und das hat mir dann richtig gefehlt. Schön dass du wieder da bist und dir die Zeit so gut getan hat!

    Liebe Grüße,
    Lisa

    • Style Roulette

      Vielen lieben Dank wie süß 🙂 Ja ihr habt mir auch gefehlt. Ich glaube die STories sind auch gar nicht so das Problem bei mir eher die DMs und bei anderen so viel schauen 🙂 xx

  21. Romy

    Ich war selbst vor kurzem eine Woche „Zwangs-Offline“ da am ersten Urlaubstag mein Handy kaputt ging. So „musste“ ich den Urlaub komplett ohne Handy verbringen. Und es tat so gut. Nach 2 Tagen hab ich es tatsächlich nicht mehr vermisst. Für Fotos hatte ich zum Glück noch eine Kamera mit, so konnte ich trotzdem Erinnerungen festhalten. 🙂 Also ich kann es nur empfehlen mal ein paar Tage das Handy auszuschalten.

    Ich verfolge dich übrigens auch seit Shopping-Quenn und hab dann deine FMAs wie eine Soap geguckt 😀

    Liebe Grüße
    Romy

    • Style Roulette

      Oh wie schön manchmal ist das echt das beste! Ich nehme zum Beispiel gar keine Ladegeräte mehr mit, wenn das Handy aus ist am Tag und ich unterwegs bin ist es aus. Es sei denn ich MUSS es anhaben wegen einem Job 🙂 xx

  22. Julie

    Liebe Luisa, ein wirklich toller und inspirierender Artikel – vielen Dank dafür.
    Spannend zu sehen wie du dich mit dir selbst auseinandersetzt und dich weiterentwickelst und uns an dieser spannenden Reise teilhaben lässt. Grundsätzlich denke ich, ist der Job ein wichtiger Aspekt im eigenen Leben, denn damit verbringst du die meiste Zeit deines Tages. Als Blogger ist das sicher nochmal etwas differenzierter zu betrachten weil Berufliches und Privates sich mischen. Aber, dass du dir dessen nochmal bewusster geworden bist und deinen Umgang dazu nochmal bewusster gestalten willst, ist eine tolle Erkenntnis – daran können wir uns als „Konsumenten“ sicher auch ein Beispiel nehmen.
    Und zu deinem anfänglichen Thema „Wahrnehmung“ kann ich dir eine tolle Serie empfehlen: The Affair. Eine Affäre, die aus beider Sicht beleuchtet wird und verdeutlicht, wie unterschiedlich Situationen wahrgenommen werden und dass es im Grunde keine echte Wahrheit gibt, weil jeder anders empfindet.

    Viele Grüße und einen schönen Start in die neue Arbeitswoche
    Julie

  23. Liebe Luisa! Während ich noch meinen Blog, oft mehrmals pro Woche, mit aufwändigen Blogposts, die mich viele Nächte kosten, bestücke, zeigst Du, dass Bloggen eigentlich, von relativ seltenen Ergüssen abgesehen, tot ist. Und siehe da, auch mein Instagram-Account ist erfolgreicher als mein Blog obwohl ich auf meinem Blog neben der ,,obligaten“ Mode tatsächlich relativ relevanten Content habe, der die neuesten medizinischen Anti-Aging und Medizin-Tipps von vorderster Front umsonst verteilt … Aber dennoch scheint für die Leser eine ergreifende Hundegeschichte weit interessanter zu sein, als zu erfahren, wie man langsamer altert … Das ,,Problem“ bei der Sache ist, dass die Menschen kaum mehr an echtem Content interessiert sind, sondern an dem schellen ,,Pic“, das Träume anscheinend für den Bruchteil einer Zeit wahr werden lässt. Wer will nicht den ,,endlosen Strand in einer heilen Welt, mit ein wenig persönlichem Herzschmerz“. wenn er in seiner winzigen Wohnung den Müll ´rausträgt und tagtäglich kaum etwas passiert, … Solange Du ihnen diese Bilder lieferst, ist alles gut… Die Menschen lieben den Blick durch Dein Schlüsselloch mehr als die ,,relevanten“ Informationen, was Du eigentlich ja auch weißt. Genau das Private, Deine Tränen, Deine Freude, die Liebesgeschichte mit Dan… machen Deinen Erfolg aus! Kleine Zweifler zwischendrin machen das Ganze noch menschlicher, echter und bewahren Dich davor, ins Arrogante abzurutschen! Deshalb hast Du recht, daran nicht allzuviel zu ändern! Viele Grüße , Nessy von http://www.salutarystyle.com

    • Style Roulette

      Vielen lieben Dank sehr interessanter Kommentar, aber du hast wirklich Recht. Ich glaube es gibt mittlerweile einfach fast zu viel Content. Es ist eine reinste Reizüberflutung. Man sollte sich auf seine wahren Stärken spezialisieren und nicht nur versuchen zahlentechnisch zu wachsen, sondern wirklich einen Impact zu haben und Content zu liefern der hilfreich, motivierend oder inspirierend ist. Liebe Grüße Luisa

  24. Mia Heine

    Ich liebe deine langen und super persönlichen Blog Posts. Vielen Dank, dass du so ehrlich mit uns bist und super interessant und spannend, was du bisher alles geschafft hast. Ich folge dir sogar schon vor Shopping Queen 🙂

    Mia

  25. Liebe Luisa,
    ich finde es toll, wie du ehrlich bleibst und nicht so tust, als der Blog noch immer deine #1. Zu dem Thema „Niemand sieht dich so, wie du dich selber siehst“ möchte ich sagen: Mir ist vor kurzem das Licht aufgegangen, dass man sowohl sein Fremdbild nach außen, als auch das Selbstbild braucht, um möglichst an sein „wahres“ Ich zu gelangen. Seither fällt es mir viel leichter die Reaktionen auf mein Verhalten von außen, sei sie nun zustimmend oder ablehnend, mit einer gewissen Neugier zu betrachten.
    Übrigens „verfolge“ ich dich seit du dieses Selbstexperiment von Our clean journey auf YouTube hochgeladen hast 😉 Und mittlerweile habe ich sogar einen eigenen Blog!
    Love, Julia
    http://www.postvonjulia.de

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